Nachdem ich mittlerweile mehrere Waschmaschinen testen durfte vielen mir leichte “Defizite” bei der Technik auf. Entweder moderne Waschmaschinen sind mir und meinem Umfeld aus irgendwelchen Gründen vorenthalten geblieben oder es wird Zeit für ein TechBlog Eintrag. Wie könnte eine Waschmaschine 1.0 aussehen? Welche technologischen Neuerungen fehlen in den heutigen Geräten?
So könnte Sie aussehen – Die Waschmaschine 1.0:
1.0
Wenn ich es richtig beobachtet hab gibt es drei Grundwaschmittel:
- Vollwaschmittel ( Kochwaschmittel)
- Buntwaschmittel
- Wolle/Seide/etc.
Das Baukastenprinzip ist ein wesentlicher Bestandteil der Version 1.0
Anders als üblich verwendet die Waschmaschine 1.0 “Kartuschen” mit den Baukasten-Waschmitteln. Vergleichbar ist dies mit den Druckerpatronen bei heutigen Druckern. Ich vermute dass handelsübliches Waschmittel bereits anwenderfreundlich verdünnt ist und daher die Kartuschen durchaus Platzsparend werden könnten.
Die Waschmaschine erkennt das Gewicht der Wäsche und anhand der Auswahl der Bedieners (Bunt, Koch, Wollwäsche) dosiert die Maschine vollautomatisch die benötigte Wasser und Waschmittelmenge (Erkennung des Wäschegewichtes/Volumen). Auch eine Kombination von verschiedenen aufeinander abgestimmten Waschmitteln ist denkbar.
Geprüft werden könnte auch eine Farberkennung (ggf. sogar Stofferkennung) der in der Maschine befindlichen Wäschestücke. Umgesetzt werden könnte dies mittels Bilderkennung in der Waschtrommel.
Vorteile 1.0:
- Umweltschonend
- Einfachere Bedienung für den Endkunden
- Großes Sparpotenzial durch Optimierung der Wasser und Waschmittelmenge
- Potenzielle Kooperation zwischen Waschmaschinenherstellen und Waschmittelproduzenten (Ähnlich wie es heute bereits bei Kaffee-Pads, Druckerpatronen, etc. erfolgreich umgesetzt wurde)
Ein deutlicher Vorteil für den Waschmaschinenhersteller sind die Waschmittelkartuschen. Möglicherweise lässt sich die Bauart patentieren wodurch Waschmaschinenhersteller ähnlich den Herstellern von Druckern/Kaffeepads, etc. auch nach dem Verkauf noch profitieren.
1.5
Alle Kleidungstücke enthalten RFID-Chips mit Informationen zu Waschtemperatur, Waschmittel, etc. Werden jetzt X Kleidungsstücke in die Waschmaschine gegeben, schlägt diese automatisch ein gemeinsames Programm vor, oder warnt vor dem gemeinsamen Waschen unverträgliche Farben.
Wie geht’s weiter? ( 2.0)
Die Waschmaschine erhält einen Ethernet Anschluss und kann mittels Desktop Software Softwareupdates erhalten. Sofern die Waschmaschine Internetzugang besitzt kann diese auch selber nachts Softwareupdates durchführen. Angelehnt an dem Web 2.0 Gedanken könnten Community Informationen in den Waschvorgang mit einfließen. Die Community stellt Einstellungen für Waschprogramme zur Verfügung. Wenn Kleidungsstücke handelsüblich mit RFID ausgestattet werden, können auch zu Kleidungsstücke Waschinformationen über die Community bereitgestellt werden. Für Hersteller/Händler von Kleidungsstücken könnte auch eine Waschstatistik die per Internet übertragen wird interessant sein. Ein Waschvorgang könnte somit beispielsweise mit PayBack Punkten belohnt werden, wie es auch für die Erfassung von Kaufverhalten in Supermärkten üblich ist. Ein weiteres Feature einer Internet angebunden Waschmaschine könnte das versenden von “Waschvorgang fertig” E-Mail/SMS sein. Denkbar ist auch separates Funk-Modul (“Piepser”) der die FERTIG-Meldung an den Bediener drahtlos übermittelt. Da ich kein “Waschmaschinen-Entwicklungsteam” zur Verfügung hab kann ich die Ideen leider nicht umsetzten. Vielleicht liest einer der Hersteller dies und wir finden diese Technik bald im Laden